Es geht los

Attending Message Academy - die ersten beiden Wochen

Koffer auspacken, leute kennenlernen, u.v.m.

Seit zweieinhalb Wochen wohne und lebe ich jetzt schon in Wythenshawe, einem Stadtteil von Manchester. Und ehrlich gesagt gefällt es mir ganz gut.


Der Flug und die Ankunft verliefen ohne Komplikationen, sodass ich am 08.09. gegen 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr deutsche Zeit) in meinem neuen Haus ankam. Mir wurde das größte von 5 Schlafzimmern zugeteilt. Dies erscheint allerdings etwas leer, da ich im Flugzeug nur begrenztes Gepäck mitnehmen konnte. Aber was fehlt kann ja noch gekauft werden. Ich genieße es sehr, in einem Industrieland zu leben, denn es macht vieles so viel einfacher.

 

Zum Beispiel habe ich 2 Tage vor meinem Abflug schon meine Gitarre nach Manchester geschickt und konnte sie 2 Tage nach der Ankunft schon wieder spielen – das war ein sehr besonderer und freudiger Moment in den Tagen, in denen ich mich schon gefragt habe, wann ich wieder in Hermannsdorf in meinem Bett liege und auf meinen Straßen selbst Auto fahren kann…

 

Apropos Auto fahren: Linksverkehr ist in der ersten Woche furchtbar, aber man gewöhnt sich dran.

 

Message Academy begann, als auch das wirtschaftliche Jahr für The Message begann. Deshalb trafen wir uns am ersten Montag mit dem gesamten Missions Department (Fachbereich), um gemeinsam (persönliche) Ziele für das Jahr zu setzen und die Vision des Leiters zu hören. Die Academy gehört zum Missions Department, weil wir durch Praktika im ersten und zweiten Abschnitt des Jahres und durch 8 Wochen voller Missionseinsätze im dritten Abschnitt eine klare kreativ-missionarische Ausrichtung haben.

 

Am nächsten Tag trafen wir uns, um erst das Cliff College zu besuchen und dann zum Residential aufzubrechen.

Wer sich fragt, was man von Message Academy nach den 10 Monaten, außer der Erfahrung, hat, bekommt hier die ultimative Antwort: Message Academy hat zusammen mit dem hiesigen Bibelcollege Cliff College ein Diploma erarbeitet. Dies ist weniger mit einem akademischen Diplom in Deutschland zu vergleichen, sondern ist eine interne Qualifikation von The Message Trust und Cliff College, die zu einem Studium an eben diesem College berechtigt und Inhalte für ein Studium angerechnet werden können.
Da dieses Diploma zwar Tests, etwas Mehraufwand und universitäres Lehr-Level beinhaltet, aber nicht mit universitärem Maßstab („Credit Points“) bewertet wird, ist es (noch) nicht von anderen Universitäten oder Hochschulen anerkannt. Und dieser Jahrgang ist der erste, der dieses Diploma „ausprobiert“. Allerdings ist es freiwillig und die allermeisten Inhalte sind sowieso schon Bestandteil der Academy. Ich habe mich dafür entscheiden, das Diploma anzugehen, werde also normal die Academy mit allen Inhalten machen, dazu insgesamt 6 Tests absolvieren und im Juli mit einem Diploma in Mission and Evangelism des Cliff Colleges und einem Abschlusszertifikat der Message Academy nach Deutschland zurück kommen. Das ist zumindest der Plan.

 

Residential war unglaublich interessant! Zusammengefasst ist es eine Zeit für Teambuilding. Was so platt klingt, kann mit 20 neuen Personen (17 anderen Schülern, 2 Leitern und einer Freiwilligen) um mich herum ziemlich spannend werden. Neue Leute kennen zu lernen, gehört nicht unbedingt zu meinen größten Stärken, aber auch da werde ich in eine Schule geschickt. Und es macht einen großen Unterschied, wenn man in einer Umgebung lebt, in der jeder dem anderen dient oder es wenigstens versucht. Ein Beispiel ist die Geduld meiner Mitschüler mit meinem Englisch und dem noch etwas anhaltendem Kulturschock mit allem Neuen.

 

Am Montag und Dienstag (17. und 18.09.) stand für uns der erste öffentliche Auftritt an. Allerdings nicht bei einem Missionseinsatz, sondern bei der Vorstellung der neuen Academy – Students vor allen Mitarbeitern von The Message Trust zu den Gebetstagen in diesem Monat. Und wenn ich allen schreibe, meine ich alle Angestellten in den Büros in Manchester, alle Leiter aller Niederlassungen in Großbritannien und aller Leiter internationaler Niederlassungen von The Message. Also rund 300 Leute. Dort auf Englisch zu sagen, wie man heißt, etwas Besonderes über sich und warum man das Jahr macht, kann zur Herausforderung werden. Muss aber nicht, denn alle diese Leute stehen hinter uns und wollen nur unser bestes.

 

An diesen Tagen stellten auch die Leiter der Higher-Tour (Bands gehen an Schulen, um jungen Menschen das Evangelium zu bringen) und von Advance (Bewegung, bei denen Jüngern Jesu gezeigt wird, wie sie andere zu Jüngern machen können), beides Arbeitsbereiche von The Message, ihr Vision für das kommende Jahr vor und die ist im Grunde folgende: 10% der Gesamtbevölkerung erreichen. Denn wenn 10% der Bevölkerung komplett hinter einer Sache stehen, kann man die gesamte Gesellschaft verändern. Und das ist das Ziel!

 

Ein Highlight der Gebetstage war für mich, Sven und Maria Wenzel, Leiter von The Message Deutschland, zu sehen. Endlich wieder jemand, den ich länger als eine Woche kenne!

 

Den Rest der Woche verbrachten wir noch mit ersten Teachings, also Lehreinheiten, dem Kennenlernen unserer Leiter der Placements und den Leitern verschiedener Gemeinden in Manchester. Denn jeder Schüler ist dazu aufgefordert sich eine eigene Gemeinde zu suchen, wo er in den 10 Monaten einen festen Punkt hat, um aufzutanken. Das wird sehr wichtig, da nur zur geben und auszuteilen nicht gesund ist. So probieren wir alle jeden Sonntag unterschiedliche Gemeinden aus und suchen aus einem großen Pool an großartigen Gemeinden die richtige für uns aus.

Diesen Montag (24.09.) startete der reguläre Teil des ersten Abschnittes. Im ersten und zweiten Abschnitt haben wir noch relativ feste Tagesabläufe und der Ablauf für den ersten sieht ungefähr so aus:

Jeden Morgen beginnen wir mit einer Gebetszeit von 30 bis 60 Minuten mit dem gesamten Message-Team. Den Vormittag verbringen wir dann mit Unterrichtseinheiten zu verschiedenen Themen, z.B. Jugendarbeit, Kommunikation, wer Gott / Jesus / der Heilige Geist ist oder warum man sich überhaupt mit dem Evangelium beschäftigen sollte. Nachmittags steht für uns dann entweder Praktikum in einem Arbeitsbereich von The Message an, für mich in der Verwaltung der von The Message betreuten Unternehmen, oder wir haben Zeit für organisatorisches oder Reflektion. Auch haben wir die Möglichkeit in solchen Zeiten allein mit unseren Kursleitern oder Mentoren zu sprechen und offene Fragen zu klären.

Zweimal in der Woche hat jeder Academy – Student ein Placement, also ein Praktikum bei einer Partnerorganisation oder -gemeinde von The Message. Das sind in der Regel Jugendgruppen, aber auch die Arbeit mit Obdachlosen. Ich werde an einem Abend bei Barnabus (eine Obdachlosenarbeit) und an einem anderen Abend bei der Forge Youth Group (offener Abend einer Jugendgruppe) mitarbeiten.

Für mich bedeutet das von 9 – 17 Uhr im Headquater (Hauptsitz) zu sein und an 2 Abenden schon vorhandene Arbeiten zu unterstützen. Absolut machbar!

 

Übrigens weiß ich jetzt auch, warum mich Gott mein Abitur in Wirtschaftswisenschaften hat schreiben lassen: Ich muss mein monatliches Budget gut einplanen. Da hilft mir das Kalkulieren und die Fähigkeit, gute Excel-Tabellen zu erstellen, sehr!

Aber Gott hat mich in den letzten Wochen sehr mit Euch Gebern guter Gaben gesegnet, sodass ich genug habe, um mich zu versorgen. Vielen Dank!

Wenn Du mich trotzdem unterstützen willst, kannst Du das natürlich sehr gern tun. Schreib mir einfach eine E-Mail oder Nachricht.

 


Sightseeing-Tour durch das regnerische Manchester

Vorstellung der neuen Academy-Studenten



WENN DU FÜR MICH BETEN WILLST, KANNST DU DICH GERN AN FOLGENDEM ORIENTIEREN:

Dank:

  • Die Gitarre kam in einem Stück und unversehrt an!
  • Gute erste Wochen voller Begegnungen mit Gott
  • Geduld meiner Mitschüler

Bitte:

  • Gott muss mir Weisheit in der Planung meines Budgets und der Auswahl der Gemeinde geben
  • keinen Stress bei den deutschen und englischen Behörden (Brexit)
  • gute nächste Wochen und Vertiefung der neuen Freundschaften

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Kommentare: 2
  • #1

    Debbie (Mittwoch, 26 September 2018 17:18)

    Hallo Kili. Wie ich sehe geht es dir gut in Manchester und du hast auch Spaß. Ich wünsche dir noch eine tolle Zeit. Bis ungefähr in 89 Tagen. :-*.

  • #2

    Josi (Mittwoch, 26 September 2018 21:58)

    Danke für den Bericht. Schön, das es in Manchester bisher so gut läuft. Gott wird dir Weisheit in allem schenken. Liebe Grüße aus dem kalt-warmen herbstlichen Annaberg:)